Tipps zum Artenschutz zum praktischen und sofortigen Umsetzen

Laut einer Eurobarometer-Umfrage empfinden mehr als 90 Prozent der Europäer eine moralische Verpflichtung, die biologische Vielfalt zu erhalten. Und sie haben Recht! Der Mensch braucht sauberes Trinkwasser, reine Luft, gesunde Nahrung, gutes Klima und eine lebenswerte Umwelt. Doch diese Service-Leistungen der Natur gibt es nicht ohne Schutz der biologischen Vielfalt. Damit schützen wir auch uns selbst.

 

Tipps zum Artenschutz


Willkommen Wolf

Der NABU will frei lebenden Wölfen in Deutschland wieder einen dauerhaften Lebensraum schaffen. Zu diesem Zweck hat der NABU ein Aufklärungs-Projekt für mehr Akzeptanz und zum Schutz der Wildtiere gestartet. Die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern zeigen, dass Wölfe sich sehr gut an unterschiedliche Lebensräume anpassen können.

 

Mehr zum Projekt


Insektenschutz - eine Herausforderung für die Zukunft

Admiral Foto: Josef Taphorn
Admiral Foto: Josef Taphorn

 

Die Biomasse der Insekten verringert sich seit Jahren in bedrohlichen Ausmaßen. 

Hummeln, Schmetterlinge, Wildbienen oder andere - häufig nicht einmal wahrgenommene Arten - verschwinden aus unserer heimischen Natur. Viele von ihnen sind absolute Spezialisten. Sie sind auf bestimmte Lebensräume und Pflanzengesellschaften oder auf andere, wiederum spezialisierte Insekten angewiesen. 

 

Was wäre wenn … es keine Insekten mehr gäbe?

 

Ökosysteme würden mehr oder weniger in sich zusammenbrechen. Die Nahrungsgrundlage vieler Vögel, der Amphibien, Lurche und einiger Säugetiere wäre nicht mehr vorhanden und letztendlich wären auch wir von den negativen Veränderungen in massivem Ausmaße betroffen.

Bilder aus dem asiatischen Raum belegen, welche dramatischen Folgen eintreten, wenn Insekten nicht mehr in der Lage sind die Bestäubung, der auch für uns über-lebenswichtigen Pflanzen zu übernehmen. In einigen Regionen haben menschliche "Bestäuber" den Prozess der übernommen. Eine kostenintensive und aus unserer Sicht auch weltfremde Aufgabe für den Menschen.

 

Die Zukunftsaussichten für unsere heimischen Insekten sind augenblicklich nicht besonders gut, die der Schmetterlinge schlicht und ergreifend schlecht.  Gerade diese Insektengruppe leidet aufgrund ihrer Lebensweise besonders unter den Folgen der intensiven Flächennutzung durch den Menschen.

Die vernichtenden Aussagen zum mengenmäßigen Einbruch der Biomasse der Schmetterlinge,  fällt derzeit  in der freien Landschaft weitaus härter aus als in den Städten, aber auch hier wird der Lebensraum aufgrund der anhaltenden Bebauung freier Flächen langsam knapp.

Ein wesentlicher Faktor, der in ländlichen Bereichen zu negativen Auswirkungen führt, ist die Überdüngung der zur Verfügung stehenden  Flächen. Die in der Folge dichte, schnell wachsende Pflanzengesellschaft verändert die Temperatur in Bodennähe. Das Sonnenlicht erreicht kaum noch den Boden. Es wird kühl und feucht. Die Entwicklung vieler  Insekten und bodenbrütender Vogelarten wird negativ beeinflusst, zudem verschwinden mit der Überdüngung wichtige Futterpflanzen. 

 

Ein weiterer, negativer Faktor ist unser Ordnungssinn. Die letzten, wenn auch kleinen Rückzugsgebiete, fallen einer intensivierten Pflege zum Opfer. Wegeseitenränder werden wöchentlich bis zur Grabensohle gemäht und das Gras wird fast regelmäßig  in unansehnlichen "Haufen" in Hecken entsorgt. Kaum jemandem ist bewusst, dass auf diesen Flächen Insekten keine Zukunft haben.  

  

Unsere Bitte ... Verzichten sie auf: 
- Spritzmittel, denn bienenfreundliche Mittel gibt es kaum

- wöchentliches Mähen der Wegeseitenränder und der kommunalen Flächen. Ein Mäher produziert  CO²
  und verursacht Kosten

-  unnötige Düngung
- Schottergärten, in denen es keine lebenden Pflanzen mehr gibt

 

Wie man Insekten helfen kann?

Mehr dazu unter

INSEKTEN