Willkommen beim NABU Dinklage

Die Gruppe Dinklage des Naturschutzbundes Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.


Stunde der Wintervögel

Vom 10. bis 12. Januar findet zum neunten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

 

Die Wintervogelzählung funktioniert ganz ein-fach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 20. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort ausgewertet. Zudem ist am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

 

 

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. An der letzten großen Vogelzählung im Januar 2019 beteiligten sich 138.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 95.000 Gärten und Parks mit 3,5 Millionen gezählten Vögeln ein. Der Haussperling belegte dabei den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Blaumeise, Feldsperling und Amsel. Nun erhoffen sich der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), auch 2020 wieder eine rege Beteiligung. Denn je größer die Teilnehmerzahl ist, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.!


Adventliches Backen beim Heimatverein

Winterzauber in Dinklage

war das Motto, dem sich in diesem Jahr auch der NABU Dinklage hingab. Zentrales Thema in der heimeligen Weihnachtsbude war das Thema Winterfütterung. Es wurden Futtermischungen, Futterhäuschen und Nistkästen zum Kauf angeboten.

Mario entdeckte seine künstlerische Ader und personifizierte die kleinen Häuschen mit einer individuellen Aufschrift. Ein nettes Geschenk, nicht nur für unsere Wintervögel. 

 

Das nächste Mal gerne mit ein wenig Schneegestöber und Väterchen Frost...

 

Wir wünschen allen ein Frohes Weihnachtsfest und bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen im Jahr 2019. Den ehrenamtlichen Helfern ein besonderes Dankeschön. 


Turteltaube - Vogel des Jahres 2020

Turteltaube - Foto Michael Wimbauer
Turteltaube - Foto Michael Wimbauer

Sie ist ein Symbol für die Liebe, ihre Lebensbedingungen sind aber wenig romantisch: Die Turteltaube wurde vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) zum „Vogel des Jahres 2020“ gewählt. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Turteltaube stark gefährdet ist. Seit 1980 haben wir fast 90 Prozent dieser Art verloren, ganze Landstriche sind turteltaubenfrei. Unsere kleinste Taube findet kaum noch geeignete Lebensräume. Zudem ist sie durch die legale und illegale Jagd im Mittelmeerraum bedroht.

Früher konnte man das markante Gurren der Turteltaube an jedem Dorfrand oder Flussufer hören. Wildkräutersamen an Feldwegen und Feldfrüchte aus Zwischensaaten boten ausreichend Nahrung. Heute brüten Turteltauben häufig auf ehemaligen Truppenübungsplätzen oder in Weinbauregionen, wo sie noch geeignete Lebensbedingungen vorfinden.

 

Die Turteltaube ist der erste vom NABU gekürte Vogel, der als global gefährdete Art auf der weltweiten Roten Liste steht. Heute brüten bei uns nur  noch 12.500 bis 22.000 Paare. Die meisten der höchstens 5,9 Millionen Paare Europas leben in Spanien, Frankreich, Italien und Rumänien. Turteltauben sind die einzigen Langstreckenzieher unter den Taubenarten Mitteleuropas. Sie verlassen zwischen Ende Juli und Anfang Oktober Europa, um südlich der Sahara zu überwintern.

 

Die 25 bis 28 Zentimeter großen Vögel mit ihrem farbenfrohen Gefieder ernähren sich fast ausschließlich vegan. Sie bevorzugen Wildkräuter- und Baumsamen. Dem Jahresvogel schmecken Samen von Klee, Vogelwicke, Erdrauch und Leimkraut. Diese Pflanzen wollen Landwirte nicht auf ihren Feldern haben. Darum hat sich die Taube seit den 60er Jahren angepasst und ihre Nahrung umgestellt. Der Anteil von Sämereien aus landwirtschaftlichen Kulturen macht nun in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets mehr als die Hälfte der Nahrung aus statt wie früher nur 20 Prozent. Im Gegensatz zu Wildkrautsamen stehen diese aber nur für kurze Zeit bis zur Ernte zur Verfügung und fehlen während der kritischen Phase der Jungenaufzucht.

 

Die Intensivierung der Landwirtschaft verschlechtert die Lebensbedingungen der Turteltauben enorm – ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Jahresvögeln teilt. Die Ausweitung von Anbauflächen geht mit einem Verlust von Brachen, Ackersäumen, Feldgehölzen und Kleingewässern einher. Damit verschwinden Nistplätze sowie Nahrungs- und Trinkstellen. Viele Äcker werden außerdem mit Herbiziden von „Unkraut“ befreit. Doch von genau diesen Ackerwildkräutern ernährt sich die Turteltaube. Außerdem ist chemisch behandeltes Saatgut vergiftete Nahrung für die Tauben. Der NABU kämpft seit Jahren für eine EU-Förderung der Landwirtschaft, die Natur erhält statt sie zu schädigen.

Eine zusätzliche Bedrohung ist die Vogeljagd im Mittelmeerraum. „Wissenschaftler konnten nachweisen, dass die jährlich mehr als 1,4 Millionen in der EU legal geschossenen Turteltauben von der Art nicht mehr verkraftet werden können. Besonders skandalös: In manchen Ländern gilt das Schießen der stark gefährdeten Turteltauben als „Sport“ zum eigenen Vergnügen.

Gegen Spanien und Frankreich wurden im Juli bereits Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Kommission wegen des schlechten Erhaltungszustands der Art eingeleitet. Gegen vier weitere EU-Länder liegen offizielle Beschwerden vor. Dies ist notwendig, obwohl auf einem Treffen aller Mitgliedsstaaten im Mai 2018 ein Aktionsplan zum Schutz der Europäischen Turteltaube verabschiedet wurde.

 

Um den gefiederten Liebesboten zu schützen, fordert der NABU  Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit einer Petition (www.vogeldesjahres.de/petition) auf, sich neben einer verbesserten Landwirtschaftspolitik auch für das dauerhafte Aussetzen der Abschussgenehmigungen in den EU-Mitgliedsstaaten einzusetzen.

 

Mehr zur Turteltaube finden sie hier


Herbstzeit ist die Zeit der Arbeitseinsätze.

Arbeitseinsatz am Klinghamer Weg

Am 23.11.2019  wurde der Obstgarten am Klinghamer Weg ein Stück weit wieder in Ordnung gebracht.  Die vor vielen Jahren angepflanzten Obstbäume waren in die Jahre gekommen. Ein Rück- und Pflegeschnitt  war dringend erforderlich.

Teilweise lagen umgestürzte Bäume in der Fläche. Von einigen Gehölzen ging eine Gefahr aus oder Obstbäume konnten nicht richtig gedeihen.

Die Idee zu den Pflegemaßnahmen auf dieser Fläche entstand in einem der Quartalsgespräche, die regelmäßig mit der Stadtverwaltung stattfinden. Die Fläche soll bürgernah, aber mit dem Grundgedanken des Naturschutzes,  wieder hergerichtet werden. 

 

Leider wird in dieser Fläche regelmäßig Müll eingebracht. Jeder der seine OV am Sonntag vermisst, kann an  dieser Stelle auf die Suche gehen, denn sie wird hier immer wieder bündelweise entsorgt - leider. 

 

Fotos: Stefan Dettmer, Ulli Vaske,  Josef Taphorn


Arbeitseinsatz am Scheitelgraben

Am 09.11 wurden auf der Fläche am Scheitelgraben die jährlichen Pflegemaßnahmen durchgeführt. Entlang des Weges sind die Weidengehölze wieder in Form gebracht worden, damit ein Einwachsen in die Fläche vermieden wird.  Ein Gehölzstreifen im nordöstlichen Bereich, der bereits in die Nachbarfläche einwuchs, wurde ebenfalls auf den Stock gesetzt. Das angefallene Astwerk dient zukünftig als als Benjeshecke. Die Maßnahme war notwendig, denn auch die vorhandenen Teiche wurden beschattet.  

Die Teichpflege war an diesem Tag  leidermnoch nicht möglich. Da wird es wohl erst einmal frieren müssen. Das Schilf wächst an dieser Stelle, aufgrund des niedrigen Wasserstandes der letzten zwei Sommer, massiv in den Teich und engt diesen über Gebühr ein.

 

Wiederum ein gelungener Arbeitseinsatz mit bester Laune.

 

Erkenntnis des Tages:

Werden Pflegemaßnahmen regelmäßig durchgeführt, dann ist der Aufwand zum Erhalt überschaubar. 

Fotos; Josef Taphorn, John Möllers, Stefan Dettmer; Vaske Ulrich