Willkommen beim NABU Dinklage

Die Gruppe Dinklage des Naturschutzbundes Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Terminhinweis

Die monatliche Sitzung am Donnerstag, den 02.04.2020 findet nicht statt.


Schwalben und Mauersegler in Dinklage

Unsere Arbeitsgruppe Schwalben und Mauersegler widmet sich seit einigen Jahren dem Schwalben- und Mauersegler-Schutz.

Wir suchen Partner, die bereit sind, Nisthilfen an Ihren Häusern für Rauch-, Mehlschwalben oder Mauerseglerkästen anbringen zu lassen. Über Meldungen zur Bereitschaft freuen wir uns sehr. Auch bestehende Bruten und Nisthilfen dürfen sie uns gerne mitteilen. Wir werden diese dann in der Karte eintragen. Melden Sie einen Standort gerne über unsere Kontaktseite per Mail. Wir danken Ihnen im Sinne des Schwalbenschutzes.

 


NABU gefragt - Kammolch gesucht

Vor dem Hintergrund des Managementplans für den Burgwald Dinklage werden zurzeit geeignete Lebensräume und vorhandene Kammmolch-Vorkommen in räumlicher Nähe zum Burgwald in Augenschein genommen. Der Landkreis Vechta und die Firma Bio Consult aus Belm hat den NABU Dinklage um Unterstützung gebeten.

Wir berichten zeitnah über die Ergebnisse.


Kiebitz Foto: Josef Lanfermann
Kiebitz Foto: Josef Lanfermann

Kiebitz-Erfassung nach der Umweltwoche

 

Etwas Neues versuchen wir im Anschluss an die Umweltwoche. In der Zeit vom 01.04.2020 bis zum 20.04.2020 soll der Kiebitz im gesamten Dinklager Bereich erfasst werden und dabei zählt der NABU auf die Dinklager Bevölkerung.

Früher war der Akrobat der Lüfte in heimischen Gefilden ein Allerweltsvogel, von dem sogar die Eier zum Verzehr gesammelt wurden, heute hingegen könnte man diesen Vogel als Sorgenkind in der Agrarlandschaft bezeichnen. Der Wegfall von Dauergrünflächen und die intensive Bewirtschaftung der Flächen reduzier(t)en den Bestand erheblich.

 

Wer also einen Kiebitz im genannten Zeitraum im Dinklager Gebiet sichtet kann diesen unter Kontakt melden.

 

Einfach unser Kontaktformular ausfüllen und wir beziehen die Meldung in unsere Kartierung mit ein. Wann, wo und wie viele, das ist  für uns interessant, und unter den eingehenden E-Mails verlosen wir ein Vogel-Bestimmungsbuch. Mitmachen lohnt sich also.

  

Die Erfassung des Kiebitzes erfolgt landesweit. Der NABU Dinklage beteiligt sich im Jahr 2020 an der Bestandsaufnahme der Niedersächsischen Ornithologen Vereinigung und der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN.  


NAJU setzt sich bei einer Müllsammelaktion ein

Am 08.02.2020 setzt sich die Jugendgruppe des NABU Dinklage bei einer Müllsammel-Aktion ein. Es ist schon ein wenig erschreckend, was unsere Mitmenschen in Wald und Flur hinterlassen. 

Toll ist, dass Kinder sich für eine saubere Zukunft einsetzen, Schade ist, dass Erwachsene immer noch nicht verstanden haben, dass so etwas eigentlich schon lange nicht mehr geht.

Foto: Göwert


Turteltaube - Vogel des Jahres 2020

Turteltaube - Foto Michael Wimbauer
Turteltaube - Foto Michael Wimbauer

Sie ist ein Symbol für die Liebe, ihre Lebensbedingungen sind aber wenig romantisch: Die Turteltaube wurde vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) zum „Vogel des Jahres 2020“ gewählt. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Turteltaube stark gefährdet ist. Seit 1980 haben wir fast 90 Prozent dieser Art verloren, ganze Landstriche sind turteltaubenfrei. Unsere kleinste Taube findet kaum noch geeignete Lebensräume. Zudem ist sie durch die legale und illegale Jagd im Mittelmeerraum bedroht.

Früher konnte man das markante Gurren der Turteltaube an jedem Dorfrand oder Flussufer hören. Wildkräutersamen an Feldwegen und Feldfrüchte aus Zwischensaaten boten ausreichend Nahrung. Heute brüten Turteltauben häufig auf ehemaligen Truppenübungsplätzen oder in Weinbauregionen, wo sie noch geeignete Lebensbedingungen vorfinden.

 

Die Turteltaube ist der erste vom NABU gekürte Vogel, der als global gefährdete Art auf der weltweiten Roten Liste steht. Heute brüten bei uns nur  noch 12.500 bis 22.000 Paare. Die meisten der höchstens 5,9 Millionen Paare Europas leben in Spanien, Frankreich, Italien und Rumänien. Turteltauben sind die einzigen Langstreckenzieher unter den Taubenarten Mitteleuropas. Sie verlassen zwischen Ende Juli und Anfang Oktober Europa, um südlich der Sahara zu überwintern.

 

Die 25 bis 28 Zentimeter großen Vögel mit ihrem farbenfrohen Gefieder ernähren sich fast ausschließlich vegan. Sie bevorzugen Wildkräuter- und Baumsamen. Dem Jahresvogel schmecken Samen von Klee, Vogelwicke, Erdrauch und Leimkraut. Diese Pflanzen wollen Landwirte nicht auf ihren Feldern haben. Darum hat sich die Taube seit den 60er Jahren angepasst und ihre Nahrung umgestellt. Der Anteil von Sämereien aus landwirtschaftlichen Kulturen macht nun in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets mehr als die Hälfte der Nahrung aus statt wie früher nur 20 Prozent. Im Gegensatz zu Wildkrautsamen stehen diese aber nur für kurze Zeit bis zur Ernte zur Verfügung und fehlen während der kritischen Phase der Jungenaufzucht.

 

Die Intensivierung der Landwirtschaft verschlechtert die Lebensbedingungen der Turteltauben enorm – ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Jahresvögeln teilt. Die Ausweitung von Anbauflächen geht mit einem Verlust von Brachen, Ackersäumen, Feldgehölzen und Kleingewässern einher. Damit verschwinden Nistplätze sowie Nahrungs- und Trinkstellen. Viele Äcker werden außerdem mit Herbiziden von „Unkraut“ befreit. Doch von genau diesen Ackerwildkräutern ernährt sich die Turteltaube. Außerdem ist chemisch behandeltes Saatgut vergiftete Nahrung für die Tauben. Der NABU kämpft seit Jahren für eine EU-Förderung der Landwirtschaft, die Natur erhält statt sie zu schädigen.

Eine zusätzliche Bedrohung ist die Vogeljagd im Mittelmeerraum. „Wissenschaftler konnten nachweisen, dass die jährlich mehr als 1,4 Millionen in der EU legal geschossenen Turteltauben von der Art nicht mehr verkraftet werden können. Besonders skandalös: In manchen Ländern gilt das Schießen der stark gefährdeten Turteltauben als „Sport“ zum eigenen Vergnügen.

Gegen Spanien und Frankreich wurden im Juli bereits Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Kommission wegen des schlechten Erhaltungszustands der Art eingeleitet. Gegen vier weitere EU-Länder liegen offizielle Beschwerden vor. Dies ist notwendig, obwohl auf einem Treffen aller Mitgliedsstaaten im Mai 2018 ein Aktionsplan zum Schutz der Europäischen Turteltaube verabschiedet wurde.

 

Um den gefiederten Liebesboten zu schützen, fordert der NABU  Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit einer Petition (www.vogeldesjahres.de/petition) auf, sich neben einer verbesserten Landwirtschaftspolitik auch für das dauerhafte Aussetzen der Abschussgenehmigungen in den EU-Mitgliedsstaaten einzusetzen.

 

Mehr zur Turteltaube finden sie hier